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dinsdag, 25. november. 2008 16:20 Leeftijd: 10 Jahre

Abmilderung des Überschuldungsbegriffs im Insolvenzrecht zwingt zur verstärkten Vorsicht für Unternehmen


 

Zur Stabilisierung der Finanzmärkte innerhalb der aktuellen Krise und Abwendung der drohenden wirtschaftlichen Rezession hat die Bundesregierung ein breites Maßnahmenbündel beschlossen. Trotz der unbestritten  marktstabilisierenden Wirkung zahlreicher Gesetze möchten wir aber exemplarisch besonders auf einen risikoerhöhenden Begleitumstand für Sie und Ihr Unternehmen hinweisen.

 

So wurde im Zuge des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes auch die Insolvenzordnung geändert. Um in Folge der Teils drama-

tischen Einbrüche von Immobilien- und Aktienmärkten eine Welle an Unternehmensinsolvenzen allein wegen der rein bilanziellen Verluste bei Aktien- und Immobilienvermögen zu verhindern, wurde der Überschuldungsbegriff der Insolvenzordnung für Unternehmen gelockert. Nach bisherigem Recht waren Leiter entsprechend betroffener Unternehmen wegen der bei solchem Wertverlust leicht einsetzenden bilanziellen Überschuldung gezwungen, innerhalb von drei Wochen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Unternehmens-

vermögen zu beantragen.

 

Nach neuem Recht muss ein so bilanziell überschuldetes Unternehmen nicht zwingend Insolvenz anmelden, so lange es eine positive Fortbestehensprognose treffen kann. Die ist unter Umständen bereits dann gegeben, wenn etwa ein lukrativer Auftrag oder neuer Markt  winkt sowie einer teuren Produkt-

entwicklung gute Aussicht auf eine erfolgreiche Markteinführung attestiert wird. Allein die eigene Prognose erspart demnach unter bestimmten Voraussetzungen vielen Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter. Da systembedingt eine solche Prognose aber häufig viel zu positiv ausfallen wird,  müssen Gläubiger eines solchen Unternehmens mit erheblichen Ausfällen rechnen, wenn dann doch – aber viel zu spät – der Insolvenzantrag gestellt werden muss.

 

Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie diesen und weiteren Risiken professionell begegnen können. 

 

Beratung lohnt sich. Wir helfen Ihnen gerne.

 


 
 
 
 
 
 
       
 
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